14 Gründe, nicht zu meditieren

Neulich erst habe ich so einiges mitbekommen, dass viele aus ganz unterschiedlichen Gründen nicht meditieren.

Ich habe 14 „Gründe“ zusammengetragen, die häufig genannt werden.

Ich will jetzt mal mit den Gründen, die eigentlich Ausreden sind,  aufräumen und Dich dazu ermutigen, Deine Meditationspraxis zu finden, denn regelmäßiges Meditieren hat ganz schön viele Vorteile.

1. Ich habe keine Zeit

Das ist sicher der Punkt, der am häufigsten genannt wird – keine Zeit.

Aber so mal unter uns: Wie viel Zeit verbringst Du im Internet oder vor dem Fernseher? Ich wette mehr als 5 Minuten oder? Und dann meinst Du wirklich, dass Du keine Zeit hast, zu meditieren?

Ich verrate Dir etwas: Bereits 5 Minuten am Tag sind schon ein großartiger Anfang. Du musst nicht gleich von Anfang an eine Stunde regungslos im Lotussitz verharren. Fünf Minuten auf einem Stuhl reichen erst einmal völlig.

2. Ich weiß nicht, wie ich anfangen soll

Ok, das ist schon einmal eine härtere Nuss, aber wir knacken sie. Du hast einen Stuhl und Du hast einen Körper und Du hast den Wunsch, es probieren. Mehr brauchst Du auch erst einmal nicht.

Setze Dich gerade hin und schließe die Augen. Atme tief in Deinen Bauch ein, konzentriere Dich auf den Atem, wie er in Deinen Körper strömt. Halte kurz die Luft an und dann atme laaaaangsam aus. Beobachte Deinen Atem wieder dabei. Das Ausatmen sollte ein wenig länger sein als das Einatmen.

Und das machst Du 3, 4, 5 Minuten. Du meditierst. So einfach kann es sein.

Wichtig ist, dass Du bei Deinem Atem bleibst. Wenn Deine Gedanken wegwandern und Du Dich dabei ertappst, dass Du an den Einkaufszettel oder das nächste Meeting denkst, dann werte nicht, ärgere Dich nicht über Dich, sondern hole ganz liebevoll Deine Gedanken wieder zu Deinem Atem zurück.

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3. Meditation ist langweilig

Hm, ok, es passiert nicht viel für jemand, der Dich beobachtet. Es ist still und Du bist bei Deinen Gedanken. Das mag von außen langweilig sein.

Wenn bei Dir ständig das Radio oder den Fernseher laufen, Du online bist , Musik hörst und ständig in Bewegung, dann ist Stille, Ruhe, bei Dir sein für Dich vielleicht ungewohnt.

Wenn Du meditierst, dann bist Du äußerlich still und wirst es auch innerlich. Dann können viele Dinge passieren.
Nur in der Stille kommen Gedanken zu Ruhe. Nur wenn Du Dir Raum gibst, bei Dir zu sein, können neue Ideen geboren werden.

Kreativität entsteht aus der Stille. Gelassenheit genauso. Und wer kann nicht ein wenig mehr Gelassenheit brauchen?

Nur wenn Du Dich selbst wahrnimmst, dann spürst Du Dich, dann hörst Du diese leise Stimme, Deine innere Stimme, Deine Intuition. Sie wird im Alltag oft übertönt und ist doch so wichtig, um bei Dir zu sein.

Meditation ist meist eine ruhige Angelegenheit, aber wenn Du es regelmäßig machst, dann passiert in Deinem Inneren ganz schön viel. Und das hat wieder Auswirkungen auf Dein Außen.

4. Meditieren ist nichts für mich

Aha, und warum nicht? Du liest diesen Artikel und diesen Blog, Du hast also doch durchaus Interesse. Warum glaubst Du, dass es nichts für Dich ist?
Meditation bringt jedem etwas.

Durch Deinen Kopf, durch meinen toben zig Gedanken wie eine wilde Affenhorde. Sie bleiben nie stehen, sind ganz entfesselt, schwingen sich von einem Baum zum nächsten. Dass es da schwierig wird, etwas zu schaffen, bei einer Sache zu bleiben ist klar.

Wenn Du jedoch gelassener werden willst, mehr in Dir ruhen möchtest und mal diese Affenbande sich unter einem Baum ausruhen soll, dann könnte Meditation durchaus etwas für Dich sein. Probiere es doch einfach einmal aus.

5. Ich schaffe es nicht, dranzubleiben

Dieser Punkt kommt ähnlich oft wie der mit keiner Zeit. Der Mensch ist einfach ein Gewohnheitstier. Mache es regelmäßig, nur die fünf Minuten, irgendwo zwischen Duschen und Zähneputzen. Nur fünf Minuten. Das bringt Deinen Tagesablauf nicht wirklich durcheinander, unterbricht nicht zu sehr Deine Routinen.

Setz Dir einen Merker im Kalender, nutze die Erinnerungsfunktion Deines elektronischen Kalenders, mache eine persönliche Challenge daraus, ein Experiment. Belohne Dich am ersten Tag, nach einer Woche, nach zwei Wochen, nach einem Monat.

Spüre in Dich hinein: wie war es, als Du das letzte Mal entspannt und ganz bei Dir warst? Wie hat es sich angefühlt? Möchtest Du das täglich haben?

Dann fange heute noch an und wenn der Moment kommt, an dem alles andere wichtiger zu sein scheint, dann kram dieses gute Gefühl wieder raus. Das wird Dir helfen dranzubleiben.

Vielleicht hilft Dir auch eine Gruppe, durchzuhalten. Allein tut man sich manchmal schwer, gerade, wenn etwas neu ist.

6. Ich weiß nicht, welche Meditation die richtige ist.

Die Frage kann ich Dir auch nicht beantworten, das findest nur Du selbst heraus.

Aber ich verrate Dir eines: Du musst erst einmal irgendwo anfangen. Und mit der Atemmeditation anzufangen ist so gut wie jeder andere Anfang. Es gib zig Bücher über Meditation, aber bevor das die nächste Ausrede wird „Ich muss erst einmal fünf Bücher lesen und drei Kurse machen“, dann probiere es mit der Atemmeditation. Gleich jetzt.

Es gibt auch unterschiedliche Methoden und Helferlein, die Dich dabei unterstützen oder probiere einmal eine Meditation mit einem Baum.

Es gibt nicht wirklich ein Richtig und ein Falsch, das wichtigste ist, dass Du anfängst und es tust.medi_14_gruende_01

7. Ich kann mich nicht konzentrieren.

Doch, kannst Du, ich weiß es bestimmt. Wenn Du etwas machst, was Dich begeistert, dann bist Du ganz bei der Sache oder? Dann konzentrierst Du Dich ganz automatisch. Du kannst Dich also konzentrieren.

Um Dich auf eine Meditation zu konzentrieren, musst Du nicht an Nichts denken.

Du kannst die Affen, von denen ich gesprochen habe, in eine bestimmte Richtung lenken.

Wenn Du Deinen Atem als Meditationsobjekt nimmst und es Dir nicht reicht, Deine Gedanken auf den Fluss des Atems zu lenken, dann zähl einfach mit. Eins beim Einatmen, zwei beim Ausatmen. Da haben die Affen eine Banane, auf die sie sich stürzen können.

8. Ich kann nicht stillsitzen.

Siehst Du auch die buddhistischen Mönche vor Dir, die stundenlang regungslos sitzen und meditieren? Oder warst Du auf Seiten, die Meditationsretreats anbieten, bei denen Du mit der Sonne aufstehst und drei oder fünf Mal am Tag eine Stunde meditierst?

Wenn Du vielleicht gerade anfängst, Dich mit dem Gedanken anzufreunden, es mal mit dem Meditieren auszuprobieren, dann erschreckt so etwas natürlich.

Schließlich wollen wir alles perfekt machen und gleich „richtig“ einsteigen, so wie die Mönche eben.

Aber Du musst nicht stundenlang bewegungslos sitzen. Fünf Minuten reichen für den Anfang und dann kannst Du es langsam steigern.

Es gibt auch Bewegungsmeditation. Yoga ist eine Form davon.

Oder Du gehst einfach. Genau, gehen. Dabei kannst Du Dich entweder auf Deinen Atem konzentrieren oder auf die Bewegung, auf den Ablauf, wo ist gerade Dein Fuß? Was spürst Du? Achte genau darauf, wie Dein Fuß sich abrollt.

9. Ich kann nicht an nichts denken.

Ganz einfach, musst Du auch nicht. Gib den Affen eine Banane.

Das kann eine Kerzenflamme sein, auf die Du Dich konzentrierst, ein Stein oder eine echte Banane.

Die kannst Du dann auch bewusst essen. Du schaust die Schale an, spürst die Oberfläche, spürst den Widerstand, wenn Du sie schälst, riechst den Geruch und schmeckst ganz bewusst die Frucht. Und hej, dann hast Du auch schon gleich eine Achtsamkeitsübung gemacht. Super oder?

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10. Ich kann nicht im Schneidersitz/Lotussitz sitzen.

Musst Du auch nicht. Setz Dich einfach auf einen Stuhl. Oder stelle Dich gerade hin. Oder gehe. Du kannst in jeder Körperstellung meditieren.

11. Ich bin kein spirituellen/religiöser Mensch.

Zunächst einmal hat Meditation nicht etwas mit einer bestimmten Religion zu tun. Christen, Moslems, Juden, Hindus, Buddhisten und sicher auch Animisten und Atheisten meditieren. Und warum? Weil es guttut.

Und bis jetzt habe ich in diesem Artikel nichts geschrieben, was in irgendeiner Art und Weise eine religiöse oder spirituelle Gruppe für sich beansprucht oder?

Ich habe nichts von Mantras oder religiösen Symbolen geschrieben, die man unbedingt für richtiges Meditieren braucht, richtig? Einfach aus dem Grund, weil Meditation nichts mit Religion zu tun hat.

Und spirituell oder zumindest interssiert bist Du ziemlich sicher, denn Du liest diesen Blog. Was ich zu dem Thema Spiritualität zu sagen habe, habe ich schon mal ausführlich geschrieben.

12. Ich entspanne mich anders.

Entspannung ist gut, ist wichtig, super! Aber was machst Du hier genau? Bist Du da auch in Action, in Bewegung, passiert da was? Dann solltest Du Dir auch eine Auszeit für Deinen Kopf nehmen, denn ständige Anspannung vertreibt die Stille und nur in der Stille können neue Ideen entstehen, kannst Du Dich hören, Deine innere Stimme.

13. Es dauert ewig, bis ich etwas merke.

Atme zwei, drei Mal tief ein und aus, ganz bewusst. Merkst Du was? Du entspannst Dich, wirst ruhiger. Wie lange hat das gedauert? Eine Minute? Und Du hast schon einen positiven Effekt gemerkt. Noch Fragen?

Klar, die Erleuchtung kommt nicht über Nacht, aber der positive Effekt von Meditation fängt gleich an und je mehr Du es machst, desto mehr profitierst Du davon.

14. Ich weiß nicht, was es mir bringen soll.

Ohje, wo fange ich an, wo höre ich auf? Hier findest Du einige Gründe, auch medizinisch beleuchtet und ich zähle Dir einfach einmal einiges auf, das sicher nicht abschließend ist:

  • Gelassenheit
  •  Innere Ruhe
  • Steigerung der Konzentrationsfähigkeit
  • Mitgefühl
  • Selbstliebe, Selbstannahme
  • Verbesserung der kognitiven Fähigkeiten
  • Positive Wahrnehmung
  • Besseres Immunsystem
  • Besseren Schlaf
  • Kontakt zu Dir und Deiner inneren Stimme
  • Körperbewusstsein
  • Einklang mit Dir selbst
  • Lernst Dich selbst besser kennen
  • Förderung der Kreativität

Das waren jetzt einmal 14 Ausreden. Welche fällt Dir noch ein?

Meditierst Du schon und wenn nicht, was hält Dich davon ab? Wie kann ich Dich dabei unterstützen, es zu tun?

 

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